Eine Studie in Science Translational Medicine (2014; 6, 237ra65) identifiziert eine Vielzahl unterschied­licher Bakterien in dem Versorgungsorgan des Feten. Diese Bakterien haben Ähnlichkeiten wie die der Mundflora und könnten eventuell bekannte Assoziation zwischen Parodon­titis und Frühgeburtlichkeit erklären.

Die durchgeführte Untersuchung an den Nachgeburten von 320 Schwangeren wies eine Fülle von Bakterien nach. Neben Escherichia coli der meist im Darm besiedelt ist, waren auch Prevotella tannerae und einige Neisseria- Spezies, typische Bewohner der Mundschleimhaut.

Vermutet wird, dass die Bakterien von der Mundhöhle aus über den Blutkreislauf die Plazenta erreichen. Bekannt ist, dass Schwangere mit schlechter Mundhygiene oder Parodontitis häufiger Frühgeburten erleiden. Eine Antibiotikatherapie könnte demnach eine vorbeugende Wirkung haben und somit die Zahl der Frühgeburten reduzieren.

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